Zentral-Java (Sepakung)

Vins & Bedjo

Es gibt Orte, deren Atmosphäre sich nicht erklären lässt, sondern erst beim Ankommen spürbar wird. Sepakung, ein Dorf im Herzen der Insel Java, gehört zu diesen seltenen Landschaften. Umgeben von dichtem Dschungel, schroffen Berghängen und einem der mächtigen Vulkane des Feuerrings, scheint hier die Zeit anders zu fließen. Das Dorf ist klein, friedlich und eingebettet in Terrassen aus Reisfeldern, die den Weg dorthin säumen – eine fast archaische Welt aus Grün.

Hier arbeiten Vins und Bedjo, das Produzententeam hinter Kopi Sepakung, mit ihrer Aufbereitungsstation, die direkt neben der Moschee des kleinen Ortes liegt. Bedjo servierte uns mit großem Stolz seinen Canephora (Robusta der Varietät Tugusari) ohne Zögern, ohne Relativieren, nur mit Freude, Überzeugung und Begeisterung für diese Kaffeeart. Die Robusta-Ernte beginnt in Sepakung normalerweise im Juli und August.

Als wir im Mai 2025 vor Ort waren, hingen die Zweige schwer voller Kirschen – ein klarer Hinweis auf die außergewöhnliche Produktivität und Vitalität der Pflanzen. Die Robusta-Felder liegen auf etwa 1100 Metern Höhe, umgeben von Wald weit oben an den Hängen des Kendil Mountain, einem steilen, eindrucksvollen Berg, der das Landschaftsbild prägt. Alle vier Jahre bedeckt der Ausbruch des Merapi-Vulkans nahe Yogyakarta die Region mit Asche – ein Geschenk der Geologie, das den Boden nährt und die Kaffeepflanzen mit Elementen versorgt, die ihrer Süße, Würze und floralen Aromatik Tiefe verleihen.

Es sind seltene Profile, die hier entstehen. In den Gärten Sepakungs wachsen Avocado, Zitronen, Tomaten, Brokkoli, Kohl und Chili; manche halten zusätzlich Vieh. Morgens gehen die Familien auf die lokalen Märkte, um ihr Gemüse zu verkaufen, und arbeiten danach auf ihren Kaffeeparzellen weiter. Kaffee ist hier kein isolierter Wirtschaftszweig, sondern Teil eines agrarwirtschaftlichen Mosaiks, das von Vielfalt lebt.

Die Produktionsmenge ist bislang klein (etwa zwei Tonnen Kaffee pro Jahr), doch gemeinsam möchten wir mit Vins und Bedjo wachsen. Ihre Spezialität ist eine außergewöhnliche Aufbereitungsmethode, die sie Quattro Anaerobic nennen. Die Kirschen ruhen dabei trocken in vier Durchgängen zu jeweils fünf Tagen in blauen Fässern, wodurch eine intensive, aber erstaunlich saubere Fermentation entsteht.

Für uns gehören Vins und Bedjo zu jenen Partnerschaften, die das Potenzial für eine große Zukunft in sich tragen. Das Produzentenduo steht für eine Haltung, die wir zutiefst schätzen: Respekt vor dem Land, Stolz auf Canephora und der Wille, Qualität aus eigener Kraft neu zu definieren. Wir sind dankbar, diesen Weg gemeinsam mit Kopi Sepakung gehen zu dürfen.

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