Menschlichkeit

Unsere Unternehmensidentität konzentriert sich auf die humanistischen Aspekte von Spezialitätenkaffee. Der Name cumpa steht für Begleiter, Freunde, Menschen, die dasselbe Schicksal teilen. So verstehen wir uns. Als Händler teilen wir Freud und Leid mit unseren cumpas – den Produzierenden und Röstereien.

Bei der Auswahl unserer Partnerschaften spielt die menschliche Komponente eine zentrale Rolle. Verstehen wir uns gegenseitig? Teilen wir dieselben Werte? Für eine nachhaltige und freundschaftliche Bindung sind diese Fragen entscheidend. Die komplexen Themen im Kaffeehandel erfordern gegenseitige Empathie, Wertschätzung und Transparenz. Origin Trips spielen eine Schlüsselrolle, um menschliche Beziehungen zu den Produzierenden zu entwickeln und zu pflegen.

Wir bauen unsere Beziehungen behutsam und bedacht auf. Mit einigen unserer Partner*innen verbinden uns bereits jahrzehntelange gemeinsame Kaffee-Abenteuer. Mit unseren peruanischen Partner*innen sind wir schon tief durch den Dschungel gewandert, aber auch bei diversen Kaffee-Festivals und in den Röstereien unserer Kundschaft haben wir gemeinsame Erfahrungen gesammelt.

Die Besuche von Farmer*innen aus dem Ursprung in Europa sind genauso wertvoll wie unsere Besuche bei ihnen vor Ort. Der direkte Austausch mit Röster*innen zeigt die gegenseitige Wertschätzung für die jeweilige Arbeit. Im Gespräch können Fragen direkt beantwortet werden. Die Farmer*innen sehen, wie ihr Produkt als geröstete Kaffeebohne den Weg in die Tassen europäischer Kaffeetrinker*innen findet. Die Freude am Kaffee gemeinsam zu erleben ist eine bedeutende und bereichernde Erfahrung.


Direkter Handel

Standards sind wichtig, um Verbrauchern Orientierung zu geben. Dennoch glauben wir, dass die wertvollste Transparenz durch qualitative Ansätze entsteht – insbesondere im Bereich Spezialitätenkaffee. Wir möchten globale Wertschöpfungsketten enger zusammenzubringen, Strategien harmonisieren und dadurch stabile, krisenfeste Beziehungen aufbauen. Transparenz bedeutet für uns nicht nur Qualität, sondern auch gegenseitige Empathie zu fördern. Daher möchten wir weniger Regeln vorgeben und stattdessen verstärkt die bilaterale Kommunikation mit unseren Partner*innen im Ursprung fördern.

Die effektivste Form dieser Next-Level Transparenz entsteht durch direkten Austausch zwischen Röstereien und Produzierenden – durch Besuche im Ursprung oder Besuch der Röstereien. Dabei setzen wir neben dem persönlichen Austausch auch auf Fotos, Videos, Musik, gemeinsames Kochen und Gespräche, um ein gemeinsames Verständnis für die Welt des Kaffees zu schaffen. So bekommen die Menschen in der Kaffeeproduktion ein Gesicht und eine Stimme. Digitale Technologien spielen für die Dokumentation und Kommunikation dieser Transparenzleistungen eine entscheidende Rolle.

Als Partner*in von cumpa habt ihr Zugang zu einzigartigen Beziehungen und Ressourcen, die nach euren Bedürfnissen auf natürliche Weise entstehen. Oft seid ihr direkt mit den Produzierenden in Kontakt. Wir als Botschafter unterstützen und moderieren diesen Austausch, um sicherzustellen, dass er für alle Seiten bereichernd ist.


Frauen im Kaffee fördern

Patriarchale Strukturen sind ein weltweites Problem, das auch die Kaffeeindustrie betrifft. Mit unserer Arbeit möchten wir dazu beitragen, dieses Ungleichgewicht zu verbessern.

Ein zentraler Schritt für uns ist es, den weiblichen Kaffeefarmerinnen eine ebenso starke Präsenz zu geben wie ihren männlichen Kollegen. Durch sorgfältig ausgewählte Microlots einzelner Farmerinnen möchten wir ihre Erfolgsgeschichten hervorheben, die den Leistungen der Männer in nichts nachstehen.

In der Region Son La im Norden Vietnams arbeiten wir eng mit der Detech Kooperative zusammen, die unter der Führung von Frau Ngoc Anh Sprünker steht. Diese Kooperative ist besonders engagiert in der Förderung der lokalen Kaffeefarmerinnen. Ihr Engagement hat uns so beeindruckt, dass wir sie nicht nur geschäftlich unterstützen, sondern auch durch eine Mitgliedschaft bei der International Women in Coffee Alliance (IWCA) Vietnam fördern. Ferner kooperieren wir in Vietnam mit ethnischen Gruppen, die matriarchale und matrilineare Traditionen leben. Wir möchten nicht bewerten, ob diese Traditionen besser oder schlechter sind als die patriarchalen Strukturen, die in Europa verbreitet sind. Es ist jedoch beeindruckend zu erleben, wie anderswo Geschlechterrollen selbstverständlich gelebt werden, die sich von unseren unterscheiden.

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In der Demokratischen Republik Kongo arbeiten wir mit einem Kaffee, der speziell von einer Gruppe Frauen auf der Ngula Washing Station produziert wurde. Gerade in dieser Region sind Frauen in vielen Bereichen benachteiligt, sei es im Gesundheitssystem, in der Politik oder bei Arbeitsmöglichkeiten. Dieses exklusive Frauenlot ist ein herausragendes Beispiel für die produktive Energie von Frauen in der Wirtschaft.

Auch in Peru zeigen Frauen, wie gut sie Verantwortung für den Kaffeeanbau übernehmen können. Wir haben bereits positive Erfahrungen mit Microlots von Frauen in Zentral- und Nordperu gemacht. Interessanterweise benennen auch männliche Partner ihre Fincas und Lots nach inspirierenden Frauen der peruanischen Geschichte.

Die Arbeit für mehr geschlechterspezifische Gleichstellung in der Kaffeeindustrie ist komplex. Nicht zuletzt soll auch das gendergerechte Schreiben in unseren deutschen Texten dazu beitragen, die Beteiligung von Frauen in unseren Netzwerken klar zu betonen.


Umweltbewusstsein

Wo heute Kaffee wächst, stand einst Urwald. Kaffee ist ein Luxusgut und hat einen negativen Einfluss auf den Klimawandel. Bei cumpa möchten wir Wege aufzeigen, wie wir als Teil der Wertschöpfungskette gemeinsam unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und Nachwelt gerecht werden können.

Seit unserer Unternehmensgründung haben wir bereits mehrere hundert Bäume in Peru, Vietnam und Deutschland gepflanzt – viele davon mit eigener Hand. Ursprünglich pflanzten wir für jede importierte Tonne Rohkaffee je einen Baum im Ursprungsland und einen in Deutschland. Aufgrund begrenzter Skalierungsmöglichkeiten mussten wir jedoch neue Prozesse entwickeln.

Heute ermutigen wir unsere Kundschaft, uns bei Projekten und Baumpflanzungen im Ursprung zu unterstützen. Besonders die Wiederaufforstung mit Robusta-Kaffee sehen wir als elegante Lösung, um entwaldete Flächen wieder mit Biomasse und Biodiversität zu beleben. Derzeit fördern wir diese Projekte:

  • Organic Robusta Coffee in Vietnam
  • Organic Robusta Coffee in Peru

Aktuell arbeiten wir daran, den Fortschritt bei der Kohlenstoffbindung unserer Projekte mittels Satellitenbilder zu messen. Bald können wir hoffentlich mit konkreten Zahlen belegen, wie viel Fläche und Kohlenstoff durch nachhaltige Robusta-Kaffee-Agroforste gebunden werden konnten. Stay tuned!