Racemosa aus Mosambik

Anfang 2025 stießen wir auf Instagram auf einen Produzenten von Racemosa, und unser Interesse an der Art Coffea racemosa war sofort geweckt. Also nahmen wir Kontakt zu Johan und Sinna auf, den Menschen hinter Miyosi in Mosambik. Was seitdem folgte, war eine außergewöhnliche Reise.

Heute, mehr als ein Jahr später, halten wir endlich ein Racemosa-Nanolot aus ihrer Produktion in den Händen. Nach Monaten der Qualitätskontrolle, Verkostungen und sorgfältigen Abwägungen sind wir nun bereit, diesen Kaffee mit unserer Community zu teilen.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um diesen seltenen Kaffee.

Wo wächst Racemosa allgemein?

In-situ Beobachtungen zeigen, dass sich diese Kaffeeart besonders in tiefer gelegenen Regionen wohlfühlt, darunter sogar Küstengebiete in Mosambik und Südafrika.

Temperaturen von bis zu 45 °C, sandige und salzhaltige Böden, tropische Wirbelstürme und Überschwemmungen: Coffea racemosa gedeiht natürlicherweise unter Bedingungen, die vielen Kaffeeanbaugebieten entlang des tropischen Gürtels im Zuge des Klimawandels künftig zunehmend bevorstehen könnten.

Genau deshalb bezeichnet der Kaffeeforscher Aaron Davis Racemosa als eine „Art der Hoffnung“. Gemeinsam mit anderen außergewöhnlichen Kaffeearten wie der Liberica-Gruppe, Coffea canephora (Robusta), Coffea stenophylla und Coffea eugenioides gilt sie als vielversprechender Kandidat für eine klimaresilientere Zukunft des Kaffees.

Wo wächst diese Racemosa?

Auf Miyosis eigener Racemosa-Plantage in Ressano Garcia an der Grenze zwischen Mosambik und Südafrika, am südlichen Ende des Kruger-Nationalparks.

Die Plantage liegt auf einer Höhe von weniger als 200 Metern über dem Meeresspiegel.

Wie wird Racemosa erforscht?

Johan hat Pflanzen untersucht, die an verschiedenen Standorten in Mosambik gefunden wurden.

Was die lokale Bevölkerung als „Buschkaffee“ bezeichnet, könnte Racemosa sein. Es könnte sich aber ebenso um Coffea zanguebariae, eine weitere wild vorkommende Kaffeeart Mosambiks, oder um Canephora beziehungsweise Arabica handeln. Die Identifizierung und das Verständnis dieser Pflanzen erfordern eine fundierte botanische Untersuchung.

Im Laufe der Zeit knüpfte Johan Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt. Nachdem wir sein Book of Racemosa gelesen hatten, wurde uns klar, dass dieses Projekt wissenschaftliche Partner braucht, die diese Entdeckungsreise weiter voranbringen können.

Umso mehr freuten wir uns, Miyosi mit dem Botanischen Garten Meise in Belgien zusammenzubringen, wo Dr. Piet Stoffelen und seine Kolleginnen und Kollegen die Forschung unterstützten.

Einige der ersten Beobachtungen sind bemerkenswert: Einzelne Pflanzen produzierten bis zu rund 100 g Rohkaffee, und Bohnen mit einer Siebgröße von bis zu Screen 13 deuten darauf hin, dass das agronomische Potenzial von Racemosa deutlich intensiver untersucht werden sollte.

Es gibt noch viel zu lernen.

Wie wurde diese Racemosa produziert?

Die Kirschen wurden selektiv von Hand geerntet und natürlich aufbereitet, ohne eine gezielte Fermentationsphase, um den ursprünglichen Eigengeschmack dieser Kaffeeart möglichst unverfälscht hervorzuheben.

Anschließend wurden sie in einem geschützten Trockenhaus getrocknet, mit einer von Johan selbst entwickelten Maschine geschält und schließlich von Hand selektiert.

Wer hat diese Racemosa produziert?

Johan Swart, früher Innovations- und Projektmanager, und Sinna Duarte, ehemalige Köchin, betreiben einen der ungewöhnlichsten Kaffeegärten und Racemosa-Plantagen Mosambiks.

Für dieses Lot arbeiteten sie gemeinsam mit lokalen Mitarbeitenden und Familienmitgliedern.

Das Resultat waren 19 kg Racemosa Kaffee, von dem wir 1 kg für interne Qualitätskontrolle und Marktforschung genutzt haben.

Wie schmeckt diese Racemosa?

Wer sollte die Racemosa probieren?

Kaffeekennerinnen und Kaffeekenner.

Coffee Educators und Sensorik-Profis.

Cafés und Restaurants auf Michelin-Niveau.

Röstereien, die ihren Kundinnen und Kunden das Höchstmaß an Seltenheit bieten möchten.

Und Kaffeeliebhaberinnen und Kaffeeliebhaber, die einen der seltensten Kaffees der Welt erleben möchten.

Wen unterstützt diese Racemosa?

Johan und Sinna sind Teil einer Gemeinschaft, die mit erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen konfrontiert ist.

Unsere gemeinsame Vision ist, dass Racemosa, ein wahres Juwel der Kaffeewelt, dieser Gemeinschaft Sichtbarkeit, Anerkennung und wirtschaftliche Perspektiven eröffnen kann.

Schon die Produktion von lediglich 19 kg schafft lokale Arbeitsplätze. Noch wichtiger ist jedoch unsere Hoffnung, dass eine nachhaltige Zukunft für Racemosa Anreize schafft, vor Ort in Menschen, Wissen und Chancen zu investieren.

Für uns sollte der Wert eines so seltenen Kaffees nicht allein in seiner Seltenheit liegen.

Wie hat cumpa diese Partnerschaft entwickelt?

Durch viele lange Telefonate und E-Mails. Und schließlich durch einen vierwöchigen Besuch unseres peruanischen Partners Jimmy Rojas in Mosambik Anfang 2026.

Was mit einem Instagram-Account begann, entwickelte sich zu einer Zusammenarbeit, die Mosambik, Peru, Belgien und Deutschland miteinander verbindet.

Für die Produktion, den Export und die Logistik von Racemosa gibt es kaum belastbare Erfahrungswerte. Wir mussten Risiken erkennen, bewerten und minimieren.

Mit Erfolg.

Wie sind die Preise und Logistik?

Alle Preise sind netto und EXW München, von wo aus wir via DPD EU-weit von unserem Quality Lab verschicken.

Wie kann ich bestellen?

Schreibe eine Email an info@cumpa.de

Was sollte ich mit diesem Kaffee machen?

Trink genug davon, um ihn in allen Temperaturphasen zu erleben: heiß, warm und kalt. Probiere ihn ein zweites Mal, wenn du glaubst, einen bestimmten Geschmacksdescriptor gefunden zu haben.

Teile diesen Kaffee mit Freunden, Familie und anderen Kaffeeprofis. Wir stellen eine Röstkurve für den Ikawa Pro100X sowie ein Brührezept zur Verfügung.

Deine Erfahrung wird Teil einer wegweisenden Forschungsreise rund um Racemosa. Teile deine Röstprofile, Brührezepte, Verkostungsnotizen und Erkenntnisse mit uns und hilf dabei, die besten Parameter für diesen außergewöhnlich seltenen Kaffee zu entwickeln.

Wie sichere ich mir etwas davon?

Wir haben einen Bestand von 18 kg. First come first serve.

Danke, dass du bei diesem besonderen Projekt mitmachst!

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