Launch von „Best of Canephora“ in Brasilien

Als 1999 in Brasilien ein Rohkaffeewettbewerb die besten Kaffees des Landes finden wollte, hätte wohl kaum jemand geahnt, dass der Cup of Excellence 27 Jahre später Tausenden Produzierenden in mehr als einem Dutzend Ländern und Hunderten Röstereien weltweit schlaflose Nächte bereiten würde.

Ohne Zweifel ist der Cup of Excellence heute einer der prestigeträchtigsten Rohkaffee-Wettbewerbe der Welt. Es als Produzent*in unter die ersten drei zu schaffen, kann Leben verändern. Einen Auktionskaffee auf der Kaffeekarte zu haben, ist ein klares Statement für außergewöhnliche Qualität.
Jetzt, im Jahr 2026, wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Und was für eins.
Brasilien als Canephora-Pionier
Dass Brasilien bei Canephora die Nase im Wind hat, ist schon länger klar. Brasilien ist das Land des Conilon – und produziert gleichzeitig auch Robusta. Damit vereint das Land die beiden wichtigsten kommerziell angebauten Gruppen innerhalb der genetischen Vielfalt von Coffea canephora.
Brasiliens Canephora-Produktion steht längst nicht mehr einfach im Schatten Vietnams. Das Land zielt auf die Überholspur – sowohl bei der Menge als auch bei der Qualität. Und der brasilianische Forschungs- und Entwicklungssektor rund um Conilon und Robusta dürfte weltweit zu den fortschrittlichsten gehören.
Der Launch von Best of Canephora ist deshalb mehr als ein neuer Wettbewerb. Er unterstreicht Brasiliens Führungsanspruch innerhalb der internationalen Canephora-Welt, mehr noch, innerhalb der gesamten Kaffeeindustrie.
Denn hier wird gerade waschechte Kaffeegeschichte geschrieben.
Nicht einfach der erste Canephora-Wettbewerb im System des Cup of Excellence.
Sondern etwas, das historisch betrachtet eher an das ursprüngliche Best of Brazil von 1999 erinnert: dieselben Institutionen, dieselbe Philosophie, dieselbe Kombination aus nationaler und internationaler Jury sowie derselbe Fokus auf Sichtbarkeit, Transparenz und Marktentwicklung.
Der erste große internationale Canephora-Wettbewerb seiner Art.
Und der weltweit erste große Wettbewerb dieser Größenordnung, der die Spezies konsequent bei ihrem Namen nennt: Canephora.
Für viele mag das wie eine sprachliche Feinheit wirken. Tatsächlich könnte genau darin die größte Bedeutung dieses Wettbewerbs liegen.
Über Jahrzehnte wurde eine der genetisch vielfältigsten Kaffeespezies der Welt unter dem Sammelbegriff Robusta vermarktet. Best of Canephora setzt bewusst einen anderen Akzent. Nicht die Handelskategorie steht im Mittelpunkt, sondern die Spezies selbst. Damit schafft der Wettbewerb Raum für Diversität, Differenzierung und eine neue Diskussion darüber, wie Canephora künftig verstanden, bewertet und vermarktet werden sollte.
Mächtige Akteure
Berücksichtigt man, dass die BSCA und die Alliance for Coffee Excellence (ACE) bereits bei der Entstehung des ursprünglichen Best-of-Brazil-Modells eine zentrale Rolle spielten und daraus später eines der bedeutendsten Wettbewerbssysteme der Kaffeewelt entstand, kann man eigentlich gar nicht laut genug WOW sagen.
Denn zum ersten Mal wird dieses Modell nicht auf ein neues Ursprungsland übertragen. Nicht auf eine Produzentengruppe. Nicht auf eine Region.
Sondern auf eine andere Spezies.
Das Ergebnis bringt zwei Schwergewichte der Kaffeewelt zusammen: den weltweit größten Kaffeeproduzenten und das einflussreichste Wettbewerbsmodell der Branche.
cumpa schreibt Geschichte mit
Und nun kommt der Hit:
Als Mitglied der International Jury ist cumpa-Gründer Lukas bei diesem historischen Moment dabei – und darf ihn mitgestalten.
Die Einladung, Teil dieses Zirkels zu sein, ist eine riesige Ehre. Denn auch für die Jury wird hier Neuland betreten.
Wir können es kaum erwarten.

Vom 23. November bis 3. Dezember 2026 wird Lukas nach Brasilien reisen und an einem neuen Meilenstein der Wettbewerbs- und Kaffeegeschichte mitwirken – und an einem bedeutenden Moment für die weltweit am zweithäufigsten produzierte Kaffeespezies: Coffea canephora.
Ausblick
Mit dem Kickoff des Best of Canephora 2026 wird der höchste Wettbewerbsstandard der Kaffeeindustrie nun in die niedrigsten Höhenlagen gebracht.
Setzt sich das Format weltweit durch, könnte es Dutzenden Kaffeeländern den Weg auf Kaffee’s höchste Wettbewerbsbühne öffnen. Der eigentliche Durchbruch wäre dabei nicht ein neuer Wettbewerb, sondern eine neue Geografie der Kaffee-Exzellenz.








