Behind the Beans: Luzmila Loyoza

Über „Behind the Beans“

In „Behind the Beans“ schauen wir dorthin, wo Beziehungen im Kaffeealltag wirklich entstehen: zu den Menschen, die Qualität möglich machen, lange bevor ein Lot bei dir ankommt. In dieser Ausgabe sprechen wir mit Luzmila Loyoza aus Peru. Seit fast acht Jahren verbindet sie eine Freundschaft mit cumpa, und sie begleitet die Exportlogistik von Spezialitätenkaffees kleiner Produzent*innen, damit jede Sendung unter bestmöglichen Bedingungen ankommt. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Kaffeefarmerorganisationen und ihrer Arbeit rund um COOPAFSI bringt Luzmila Perspektiven aus Ursprung, Infrastruktur und Verantwortung zusammen und setzt sich dafür ein, dass peruanischer Kaffee sichtbarer wird.

Interview mit Luzmila Loyoza

Was ist dein Verhältnis zu cumpa?

Ich habe die Ehre, seit fast acht Jahren eine Freundschaft mit cumpa zu pflegen. Ich bin glücklich, dass cumpa jedes Jahr erfolgreich wächst. Ich unterstütze die Exportlogistik von Spezialitätenkaffees kleiner Produzent*innen, damit ihre Sendungen unter den besten Bedingungen bei cumpa ankommen.

Warum hat es dich in die Kaffeeindustrie verschlagen?

Seitdem ich mein Studium im internationalen Handel abgeschlossen habe, arbeite ich mit Kaffeebauernorganisationen in den Gebieten Cajamarca, San Martín und Junín zusammen. Ich habe über 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich und gehöre derzeit zu COOPAFSI, die eine Trockenaufbereitungsanlage betreibt, in der viele Exporteur*innen ihre Spezialitätenkaffees verarbeiten.

Was gefällt dir an der Spezialitätenkaffeebranche?

Dass diese Branche es ermöglicht, die Produzent*innen, die hinter jeder Kaffeepartie stehen, auf eine persönlichere Weise kennenzulernen.

Was möchtest du mit Kaffee erreichen?

Dass peruanischer Kaffee von Endverbraucher*innen zunehmend erkannt und nachgefragt wird.

Was bedeutet (Spezialitäten-) Kaffee für dich?

Für mich steht er für Kaffee, der mit größerem Aufwand produziert wird, für Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette und für Kund*innen mit einem besonderen Gaumen.

Was ist das Verrückteste, das dir im Kaffeekontext je passiert ist?

Dass ich ausgezeichnete Freunde und Freundinnen in der gesamten Kaffeekette gefunden habe und von allen ihren Lebenserfahrungen lernen durfte.

Mit welchem Kaffeevorurteil möchtest du aufräumen?

Ich möchte das Vorurteil entkräften, dass Kaffee nur von Männern gehandhabt wird, da es derzeit viele weibliche Produzentinnen und Führungskräfte gibt, die ebenfalls erfolgreich und qualitativ hochwertige Arbeit leisten.

Auf welches (Kaffee-)Highlight freust du dich aktuell am meisten?

Dass die Regierung die Entwicklung der Kaffeebauer*innen des Landes unterstützen kann.


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Clara Schumann

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