Behind the Beans: Gabriella Fernanda Oliveira

Über “Behind the Beans”
In „Behind the Beans“ werfen wir einen Blick auf die Orte, an denen die Beziehungen in der Kaffeebranche wirklich entstehen: bei den Menschen, die Qualität ermöglichen, lange bevor eine Lieferung bei Ihnen ankommt. In dieser Ausgabe sprechen wir mit Gabriella, die vor kurzem als Coffee Sales Manager zu cumpa gekommen ist. Die gebürtige Brasilianerin hat Kaffee schon immer in ihrem Leben gehabt, doch ihr Weg in die Spezialitätenkaffee-Branche begann in der Logistik, wo sie zum ersten Mal erkannte, wie viel Sorgfalt hinter jeder Lieferung und jeder Entscheidung steckt. Mit jahrelanger Erfahrung in ganz Europa im Rohkaffeehandel, in der Geschäftsentwicklung und in der Lieferkette sowie als zertifizierte Q-Graderin verbindet sie operative Details mit sensorischem Fokus. Ihr Ziel ist klar: stärkere Verbindungen zwischen Herkunft und Markt aufzubauen, damit Kaffee nicht nur für das geschätzt wird, was in der Tasse ist, sondern auch für die Arbeit, die Geschichte und die Menschen, die ihn prägen.
Interview mit Gabriella Fernanda Oliveira
In welcher Beziehung stehst du zu cumpa?
Ich bin vor kurzem als Coffee Sales Manager bei cumpa eingestiegen, wo ich mich auf den Aufbau von Kundenbeziehungen und den Ausbau der Präsenz des Unternehmens auf dem Markt für Spezialitätenkaffee konzentriere.
Wie bist du zur Kaffeeindustrie gekommen?
Da ich aus Brasilien stamme, war Kaffee schon immer Teil meines Lebens und meiner Kultur. Ich habe die Welt des Spezialitätenkaffees entdeckt, als ich als Logistikmanager bei einem Kaffeeproduzenten tätig war; dort machte ich meine ersten konkreten Erfahrungen mit Spezialitätenkaffee. Mit der Zeit entwickelte sich diese Verbindung zu einer Leidenschaft und wurde ganz natürlich zu meinem beruflichen Weg, der mich dazu führte, in der Spezialitätenkaffee-Branche in ganz Europa zu arbeiten und meine eigene Rösterei in Brasilien zu eröffnen.
Was gefällt dir an der Spezialitätenkaffee-Branche?
Ich finde es toll, wie dynamisch und vielfältig das Ganze ist. Es gibt immer etwas Neues zu lernen, und gleichzeitig entstehen echte und bedeutungsvolle Verbindungen zwischen Menschen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Was möchtest du mit Kaffee erreichen?
Ich möchte dazu beitragen, engere Verbindungen zwischen Anbaugebiet und Markt zu schaffen, damit Kaffee nicht nur wegen seiner Qualität geschätzt wird, sondern auch wegen der Geschichten und Menschen, die dahinter stehen.
Was bedeutet (Spezialty-)Kaffee für dich?
Für mich bedeutet das, den gesamten Weg des Kaffees nachzuvollziehen und seine Vielschichtigkeit zu schätzen – von den Händen der Menschen, die ihn anbauen, bis hin zur fertigen Tasse.
Was war das Verrückteste, das dir jemals mit Kaffee passiert ist?
Zu sehen, wie Kaffee Menschen zusammenbringt. Es überrascht mich immer noch, wie leicht Fremde zu Freunden werden können, nur weil sie über Kaffee sprechen, und wie diese Gespräche stundenlang dauern können.
Welches Vorurteil über Kaffee möchtest du ausräumen?
Ich möchte die Vorstellung in Frage stellen, dass der Wert von Kaffee nur in der Tasse liegt. Dahinter steckt so viel Arbeit, Geschichte und Sorgfalt, insbesondere seitens der Kleinproduzenten, und das verdient mehr Anerkennung.
Auf welches Kaffee-Highlight freust du dich derzeit am meisten?
Im Moment freue ich mich darauf, bei Cumpa verschiedene Kaffeesorten und -herkunftsländer zu entdecken – nicht nur aus Brasilien – und mein Wissen über die Welt des Kaffees weiter zu vertiefen.













