2025 – cumpa around the world

Ein Jahr voller Bewegung, Begegnungen und Vielfalt
2025 war für cumpa ein Jahr, in dem wir uns international stärker vernetzt, fachlich weiterentwickelt und als Menschen dazugelernt haben. Wir durften neue Partnerschaften aufbauen, bestehende Beziehungen vertiefen und gemeinsam mit Produzent*innen und Röster*innen daran arbeiten, Kaffee als das zu verstehen, was er für uns ist: eine Verbindung zwischen Menschen.
Gleichzeitig sind wir als Team gewachsen. Wir haben neue Origins und neue Coffea Spezies ins Portfolio aufgenommen und unsere Perspektive auf Coffea Diversity weiter geschärft – mit Neugier, Respekt und dem Anspruch, Qualität und Herkunft immer im Zusammenhang zu denken.
Viele Menschen haben 2025 getragen. Wir nennen nur einige Orte und Projekte, aber gemeint sind alle, die diesen Weg mit uns gehen – an den Origins, im Export, in Röstereien und im täglichen Austausch.
Unser Team ist gewachsen
Intern war 2025 ein Jahr des Wachstums.
Auch privat hat sich etwas verändert: Lukas ist zum zweiten Mal Vater geworden. Diese Mischung aus beruflichen Schritten und persönlichem Leben hat das Jahr geprägt und uns im Team näher zusammengebracht.
Gleichzeitig haben wir die Zusammenarbeit mit freien Expert*innen weiter ausgebaut. Dazu gehört Sierra, eine Freelancerin, mit der wir neue Formate und Veranstaltungen im Bereich Bildung und Community entwickelt haben – und mit der wir zum ersten Mal ein eigenes Format in England umgesetzt haben. Solche Kooperationen erweitern Perspektiven und helfen uns, Wissen in neue Kontexte zu übersetzen.
Neue Origins: Brasilien & El Salvador
Ein großer Schritt in diesem Jahr war, unser Netzwerk um zwei neue Origins zu erweitern: Brasilien und El Salvador. Beide ergänzen das, was bereits gewachsen ist, und bringen neue Profile, neue Bedingungen und vor allem neue Menschen und Geschichten in unsere Arbeit.
Parallel haben wir unsere Arbeit an Coffea Diversity vertieft. Neben Arabica und Canephora standen dieses Jahr besonders Liberica, Excelsa (dewevrei) und weitere seltenere Spezies im Mittelpunkt. Neue Projekte in Asien und Afrika, Besuche in botanischen Gärten und der Austausch mit Forschungsteams haben unseren Blick geschärft: Genetische Vielfalt ist kein Randthema, sondern eine Grundlage für die Zukunft von Kaffee.
Gemeinsam im Ursprung: Reisen zu allen Origins
2025 waren wir viel unterwegs. Um Kaffee dort zu erleben, wo er entsteht.
Dazu gehörten Reisen nach Vietnam, Peru, Brasilien, El Salvador, Panama und in die Demokratische Republik Kongo, ebenso wie Besuche auf Java und Bali. Außerdem waren wir auf Liberica-Farmen in Laos. Vor Ort haben wir mit Produzent*innen gecuppt, Prozesse besprochen, neue Lots verkostet und langfristige Vorhaben geplant. Zum Beispiel den Origin Trip nach Vietnam für Röster*innen, den wir 2025 angekündigt haben.
Diese Besuche sind für uns mehr als Projektpunkte. Es sind Momente, in denen Vertrauen wächst. Und in denen aus Daten und Sample Sheets gemeinsame Entscheidungen werden.
Besuche aus aller Welt
Auch in Europa war 2025 viel Bewegung. Wir waren auf Messen, Festivals und Community Cuppings unterwegs und konnten Produzent*innen nicht nur im Ursprung, sondern auch hier vor Ort treffen.
Besonders eindrücklich war, dass mehrere unserer Partner*innen aus den Origins nach Europa gereist sind. Unter anderem Luisa aus Brasilien, Thai aus Vietnam sowie Don Martin und Jimmy aus Peru. Gemeinsam haben wir Kaffees verkostet, Feedback geteilt und darüber gesprochen, wie sich Qualität, Transparenz und Coffea Diversity weiterentwickeln können.
Diese Begegnungen erinnern uns jedes Mal daran, worum es eigentlich geht: Wenn Menschen entlang der gesamten Wertschöpfung direkt zusammenkommen, verändert sich etwas. Im Ursprung. In der Rösterei. Und beim Cupping mit der Community.
Community, Cuppings und Events
Wir waren auf großen Fachveranstaltungen wie der World of Coffee in Jakarta und Genf, auf Festivals in Städten wie Prag und Paris und bei vielen Community Cuppings in Deutschland und darüber hinaus. In mehreren Städten haben wir Cuppings zu Canephora, Liberica und Excelsa organisiert und gemeinsam mit Partner*innen gezeigt, wie vielfältig Kaffee jenseits von Arabica sein kann.
All diese Begegnungen haben uns etwas sehr Klareres gezeigt: Die Kaffee-Community ist neugierig. Offen für neue Spezies, neue Origins und neue Perspektiven – wenn man sie teilt, erklärt und gemeinsam verkostet.
Wissen, Forschung und Weiterbildung
Wir haben 2025 auch bewusst in Wissen investiert. Wir haben Weiterbildungen abgeschlossen, darunter eine CVA-Qualifikation in Ho-Chi-Minh-Stadt, an Fachformaten wie dem Cup of Excellence in Brasilien teilgenommen und uns mit Forschenden zu Botanik, Genetik und Nachernteprozessen ausgetauscht.
Ein besonderer Moment war die wissenschaftliche Neubewertung von Liberica und verwandten Arten. Sie hat bestätigt, dass hinter dem Begriff „Liberica“ tatsächlich mehrere eigenständige Spezies stehen, und dass Sprache und Präzision in der Coffea-Welt eine echte Rolle spielen.
Ebenso wichtig für unsere Community und für Canephorum war die offizielle Veröffentlichung des Canephora Flavour Wheel. Zum ersten Mal steht damit eine eigene, wissenschaftlich fundierte sensorische Sprache für Canephora zur Verfügung. Solche Erkenntnisse fließen direkt in unsere Arbeit mit Produzent*innen ein – und in die Art, wie wir über Qualität, Transparenz und Coffea Diversity sprechen.
Ein Meilenstein: Unser erstes Vision Statement
Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal ein offizielles Vision Statement veröffentlicht:
Common ground. Uncommon coffee.
Es fasst zusammen, was uns antreibt: Verbindung zwischen Menschen. Vielfalt als Grundlage von Qualität. Und die Offenheit, im Kaffee neue Wege zu gehen – gemeinsam, Schritt für Schritt.

Danke
Am Ende dieses Jahres bleibt vor allem Dankbarkeit.
Danke an alle Produzent*innen, die mit uns an Qualität, Transparenz und Vielfalt arbeiten.
Danke an alle Röster*innen, die unsere Kaffees rösten – und Herkunft in ihrer Arbeit sichtbar machen.
Danke an alle Wissenschaftler*innen und Forscher*innen, die Daten teilen, Dinge einordnen und neue Fragen öffnen.
Danke an unsere Kund*innen und die Community, die uns begleiten, Feedback geben und Coffea Diversity mit Neugier füllen.
Wir freuen uns auf das nächste Jahr. Auf neue Kaffees, neue Projekte und auf viele weitere Momente, in denen aus Kaffee Verbindung wird – zwischen Menschen, über Origins hinweg.






























